22.12.2018 16:00

So schnell brennt der Adventskranz

Kategorie: Alle Feuerwehren (öffentlich), Feuerwehr Aisingerwies (öffentlich)

FF Aisingerwies

Rosenheim – Immer wieder muss die Rosenheimer Feuerwehr zu Zimmerbränden ausrücken.

Brandursache in der Vorweihnachtszeit sind häufig brennende Kerzen, die vergessen werden, runterbrennen und dabei Tischdeckchen oder auch den Adventskranz in Brand setzen.

Jüngst ging der Brand eines Adventskranzes im Stadtteil Happing glimpflich aus, zusätzlich zu dem Adventskranz verbrannte lediglich die Tischplatte. Größer war der Schaden allerdings bei einem Brand in der Aisingerwies. Dort brach das Feuer gegen 1 Uhr nachts aus. Die Rauchwarnmelder weckten die schlafenden Bewohner. Sie erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Schaden in der Wohnung durch das Feuer und vor allem durch Rauch und Ruß bewegt sich nach Schätzungen der Polizei im mittleren fünfstelligen Bereich.

Die sechs Feuerwehren der Stadt Rosenheim nehmen Vorfälle wie diese zum Anlass, vor den Gefahren durch Adventskränze und Christbäume mit echten Kerzen zu warnen. Wer echte Kerzen verwenden möchte, sollte einige Sicherheitsregeln beachtet, sagt Stadtbrandrat Hans Meyrl.

Kerzen nicht allein lassen

Der wichtigste Rat lautet:„Offenes Feuer in einem Zimmer und damit auch brennende Kerzen nie alleine lassen. Gefährlich sei es schon, nur kurz ein Zimmer zu verlassen. Wenn man zurückkehre, könne schon alles in Flammen stehen. Brennende Kerzen könnten innerhalb von Sekunden ihr Umfeld entzünden, warnt Stadtbrandrat Hans Meyrl. Wichtig also ist es, immer alle Kerzen zu überprüfen, ehe man ein Zimmer verlässt. Dazu gehört auch, nachzusehen, ob der Docht noch glimmt. Das gilt auch für echte Kerzen am Christbaum: „Nie ohne Aufsicht brennen lassen.“ Die Vorsichtsmaßnahmen beginnen schon beim Aufstecken der Kerzen. Am besten ist es, wenn die Kerze frei steht und nicht direkt durch ihr Feuer oder indirekt durch Wärmestrahlung die Umgebung entzünden kann – zum Beispiel Strohsterne, den darüberliegenden Zweig des Christbaumes oder eine Gardine, die durch einen Luftzug in den Bereich der brennenden Kerze geweht wird. Hilfreich, sagte Meyrl, sei es auch, Wasser in der Nähe des Christbaumes bereit zu halten. Mit einem Kübel Wasser könne in vielen Fällen schnell ein mögliches Feuer im Keim erstickt werden. „Es kann nur Sekunden dauern, bis sich ein zunächst glimmender Zweig zu einem explosionsartigen Feuer entwickelt“, sagte Meyrl. Sinnvoll ist es, in jedem Haushalt einen Feuerlöscher bereit zu halten. Ideal ist ein Wasser- oder Schaumlöscher.

Nicht den Helden spielen

Beim Löschen sollte jedoch niemand den Helden spielen, warnt der Stadtbrandrat. „Wenn das Feuer nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden kann, sollten alle schnell den Raum verlassen. Durch das explosionsartige Abbrennen eines Christbaumes entstehen schlagartig hohe Temperaturen, die zu schweren Verletzungen führen können, auch wenn man nicht direkt von den Flammen erwischt wird.

Im Ernstfall sollte die Feuerwehr gerufen werden, unter der Notrufnummer 112. Wichtig ist es dann auch, alle Türen zu schließen. Dabei sollte man den Hausschlüssel mitnehmen und die Nachbarn informieren. Dann sollte man das Haus verlassen.